Steinzeit in der Kaiserpfalz

Gößweinstein, 13.06.2018

Lautlos pirscht sich eine wild bemalte Jägerin an einen Höhlenbären heran. Um ihren Hals baumelt eine Muschelkette und in ihrer Hand hält sie einen Wurfspeer. Immer näher kommen sich Jäger und Beute, bis endlich der Speer die Hand der Jägerin verlässt und sicher sein Ziel findet.

So könnte es sich vor vielen tausend Jahren in Forchheim abgespielt haben, was die Schüler_innen der beiden 3.Klassen mit ihren Klassenleitungen Silvia Schmidt und David Feld sowie ihrer HSU-Lehrerin Frau Wurmthaler bei ihrer Exkursion in das Forchheimer Kaiserpfalzmuseum nacherlebt haben. Dort konnten sie mit den beiden Expertinnen für angewandte Archäologie von AGIL die Steinzeit in ihrer heimatlichen Umgebung erkunden. Inmitten von Ausstellungsstücken, die zum Teil direkt im Heimatort der Kinder entdeckt wurden, durften die Schüler_innen der Grundschule Gößweinstein Feuer mit einem Bogen machen, Äpfel mit Steinwerkzeugen schneiden und sich wie Steinzeitjäger auf die Pirsch vorbereiten, indem sie sich bemalten und mit Muschelketten schmückten. Das große Finale war dann das Speerwerfen im Pfalzgraben.

Abgerundet wurde die Exkursion durch eine Erkundung der Forchheimer Innenstadt, wobei eine Kugel Eis, auch bei drohenden Regenwolken, nicht fehlen durfte. Letztendlich wurden wir vom Gewitter verschont und die mutigen Steinzeitjäger kamen alle wohlbehalten wieder in Gößweinstein an. Dort werden sie in der Zukunft wohl noch aufmerksamer durch die örtlichen Wälder und Felsen gehen, denn wer weiß, vielleicht wartet der nächste große Fund der Hinterlassenschaften unserer Vorfahren nur auf den nächsten Nachwuchs-Archäologen, um dann die schöne Ausstellung in der Kaiserpfalz zu bereichern.

David Feld